Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung Kognition im Zusammenhang mit dem Lehren und Lernen? Es ist die vom Gehirn realisierte Umgestaltung bzw. Verarbeitung von Informationen. Dabei betrachten wir beim Lehren und Lernen die bewussten und unbewussten Prozesse. Die Untersuchung von kognitive Fähigkeiten erfolgt zum Beispiel in der Neurowissenschaft, Psychologie oder künstlichen Intelligenz.

Der Mensch besitzt eine Vielzahl von kognitiven Fähigkeiten, die für das Lehren und Lernen sehr interessant sind. Dazu zählen wir zum Beispiel die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Erinnerung, die Sprache, das Lernen, das Lehren, die Wahrnehmung, die Kreativität, das Problemlösen, der Wille, das Planen, die Organisation, die Argumentation, die Orientierung, die Vorstellungskraft oder auch die Eigen- bzw. Selbstanalyse.

Alle diesen Fähigkeiten setzen wir Menschen ein um Wissen aufzunehmen und zu verarbeiten. Manche dabei ganz bewusst und manche wiederum nur unbewusst.

An Hand dieser Vielzahl von kognitiven Fähigkeiten wird sehr deutlich das wir zur Wissensaufnahme so viele Sinneskanäle verwenden sollten wie möglich.

Jeder hat es sicher schon einmal erlebt, eine Vorlesung, ein Seminar oder nur der Unterricht war total langweilig und die Aufmerksamkeit war nicht mehr da. Der Lehr- und Lerneffekt war dadurch äußerst gering.

Lehrer, Dozenten, Trainer, Schulungsleiter, oder auch Marketing- und Vertriebsmitarbeiter sollten sich über ihre kognitiven Fähigkeiten Gedanken machen wie sie diese am effektivsten zur Lösung ihrer Aufgabe einsetzen.

Wie kann ich die Aufmerksamkeit meiner/s Gesprächspartner/s erhöhen? Wie kann er sich an dieses Gespräch, Vorlesung, Seminar usw. am Besten erinnern? Wie hat man sich mit Sprache und Gestik verständlich gemacht und wie war die Wahrnehmung des Themas, der Aufgabe zum Beispiel? Konnte der Dozent, Lehrer, Trainer usw. tatsächlich Emotionen auslösen oder haben die Gefühle der/s Gesprächspartner/s die kognitiven Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Kreativität, die Aufmerksamkeit oder den Willen, beeinflusst?

Überlegen Sie, mit welchem Medium spricht man die meisten kognitiven Fähigkeiten an? Doch nicht allein durch das Lesen oder das Hören oder das Sehen. Nein die Kombination aus diesem, verbunden mit der Anforderung an das Tun, wie zum Beispiel einer Zielvorgabe oder der Anforderung zur Kreativität oder zur Kommunikation, lässt das Lehren und Lernen erfolgreich werden.

Extra Übungshefte, womit der Lernende allein Wissen aufnehmen soll, sind nicht der richtige Weg. Vielmehr sind kleine Schülerhilfsgruppen, Arbeitsgruppen, kleine Teams, Konsultationsgruppen u.ä., wo jeder seine kognitiven Fähigkeiten einbringen und in Dialogen und Gesprächen kommunizieren und analysieren kann, wesentlich effektiver und besser.

An die vielen Aussendienstmitarbeiter, die tagtäglich Gespräche mit ihren Kunden führen. Kommunikation bedeutet der Austausch von Informationen mit dem Kunden und die Problemlösung, die beim Kunden besteht. Damit sind wir wieder bei einer speziellen kognitiven Fähigkeit.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich zahlreiche Kommentare oder auch Fragen zu diesem Thema erhalte.

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